Endrunden-Aufgebot für Schweizer Schiedsrichter-Quartett

  • 11.05.2021

Die Schweizer Spitzenschiedsrichter werden erstmals seit 2010 wieder an einer Elite-Endrunde bei den Männern vertreten sein. Sandro Schärer und Stéphane De Almeida figurieren auf der in Kalenderwoche 18 erschienenen Liste der „Support Match Officials“ für die UEFA EURO 2020. Für Esther Staubli und Susanne Küng geht es im Juli nach Japan an die Olympischen Spiele.

Elf Jahre nach Massimo Busaccas Aufgebot für die FIFA-WM in Südafrika stellen die Schweizer Schiedsrichter wieder Vertreter an einem grossen Turnier. Sandro Schärer (32) wurde von der UEFA als vierter Offizieller nominiert, De Almeida (33) als Ersatz-Assistent. «Wir ziehen den Hut vor den Aufgebotenen, denn wir wissen, wie viel diese Kadermitglieder investiert haben. Nur wer jeden Tag hart dafür arbeitet, kann solche Erfolge feiern», freut sich Dani Wermelinger, Chef Spitzenschiedsrichter im Schweizerischen Fussballverband (SFV), über die EM-Selektion des Duos.

Staubli und Küng in Tokio

Kein Novum mehr sind Einsätze an grossen Turnieren für Esther Staubli und Susanne Küng. Die 41-jährige Berner Schiedsrichterin und ihre 33-jährige Aargauer Assistentin gehören zu den 99 Spieloffiziellen, die von der FIFA für die Leitung der Olympia-Partien in Tokio ab dem 21. Juli aufgeboten wurden. Erstmals wird dabei an einem Olympia-Turnier der VAR zum Einsatz kommen. «Die Olympia-Aufgebote von Esther Staubli und Susanne Küng sowie von Sandro Schärer und Stéphane De Almeida für die UEFA EURO erfüllen uns alle mit grossem Stolz und zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagt Dani Wermelinger.

Zum gemeinsamen Palmarès von Staubli und Küng gehören unter anderem die Finals der UEFA Women’s Champions League 2015 und 2020 oder die Frauen-WM 2019. Für Staubli ist die Olympia-Teilnahme ein weiteres Highlight ihrer Karriere, aber wiederum keine Premiere: Sie hatte 2016 bereits an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro pfeifen dürfen.

Christophe Girard, Präsident der Schiedsrichterkommission SFV, betont, dass diese Erfolge das Resultat von langjähriger harter Arbeit sind. «Es beweist sich, dass in der Vergangenheit viele Weichen richtig gestellt wurden. Die Nominationen des Quartetts zeigen, was möglich ist, wenn man mit voller Kraft auf ein Ziel hinarbeitet und eine klare Vision hat», sagt Girard.

(SFV)

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